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Führung durch die Wendehals-Lebensräume am Staffelberg



Im Rahmen der Tagung der Fachgruppe Spechte der Deutschen Ornithologischen Gesellschaft, die an diesem Wochenende auf Kloster Banz stattfand, haben die zahlreichen Teilnehmer am Sonntag die Wendehals-Lebensräume am Staffelberg besucht. Die Exkursion wurde in zwei Gruppen von Gerhard Hübner, früherer Projektleiter des BayernNetz Natur-Projekts Trockenbiotopverbund Staffelberg, der jetzt für das BNN-Folgeprojekt Weidelandschaft Obermain zuständig ist, sowie dem Verteter der Höheren Naturschutzbehörde Siggi Weid und von Bernd Flieger, ehemaliger Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde Lichtenfels, geführt. Erste Station war der Biotopverbund Spitzberg-Lerchenberg, wo der Wendehals auf den beiden Kuppen Reviere besetzt. Die Besiedlung dieser Lebensräume wurde aufgrund des natürlichen Brutplatzmangels für diese nicht-höhlenbauende Spechtart erst durch Ausbringung geeigneter Nistkästen (LBV-KG Lichtenfels) möglich.  Weitere wichtige Faktoren waren die Freistellung der zugewachsenen Magerrasen und die Wiedereinführung der Hüteschäferei, wodurch für diese Vogelart sehr gute Voraussetzungen für die Nahrungssuche nach Ameisen am Boden geschaffen wurden. Nach einem Abstecher auf das Staffelbergplateau, wo die Teilnehmer bei fantastischem Wetter einen grandiosen Rundumblick über die Kulturlandschaft des Jura und das Obermaintal genießen konnten, ging es bergab ins untere Löwental. Dort hat der Wendehals seinen Lebensraum in den klassischen Streuobstbeständen. Die dortigen Mähwiesen werden größtenteils in Regie des Landschaftspflegeverband gemäht, wobei auf ein mosaikartiges Mahdregime Wert gelegt wird, das kontinuierlich niedrige Vegetationsschichten für die Nahrungssuche schafft.