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Beweidung


Beweidung hat in der Landschaftspflege eine besonders hohe Bedeutung. Allen Beweidungsformen voran steht die Hüteschäferei. Die im Landkreis Lichtenfels tätigen beiden Wanderschäfer sind primär im Jura aktiv und decken flächenmäßig den größten Anteil ab. Im Gegensatz zur Weismainalb war diese Form der Beweidung im Staffelbergjura völlig zum Erliegen gekommen und erst Ende der 1990er über den LPV wieder aufgebaut worden. Einen maßgeblichen Betrag dazu lieferte das BayerenNetzNatur-Projekt Trockenbiotopverbund Staffelberg unter der Trägerschaft des LPV, wodurch über Flächenankäufe Triebwegverbindungen wieder hergestellt und Hutungsflächen neu geschaffen oder ausgeweitet werden konnten.
In schwierigen Steillagen und Felsbereiche kommt die Koppelbeweidung mit kletterfreudigen Ziegen zum Einsatz.
Die Koppelhaltung von Schafen und Ziegen findet auf kleineren Flächen verstreut im Landkreis als Hobby statt, oder wird auch seltener im Rahmen der Nebenerwerbslandwirtschaft betrieben.
In den letzten Jahren im Kommen ist die  Freiland-Rinderhaltung sowohl in den Talauen (Maintal, Steinachtal) als auch an Jurahängen. Diese Entwicklung wird über das BayernNetzNatur-Projekt "Weidelandschaft Obermain - genussvoller Naturschutz" gefördert.

Hüteschäferei - mit den Tieren unterwegs

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Dem "Wanderschäfer" kommt im Landkreis Lichtenfels eine Schlüsselrolle zu, wenn es um die Offenhaltung der Landschaft und um den Arten- und Biotopschutz geht. Mit seinen Schafen und Ziegen in der Herde sorgt er für optimale Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Man kann mit Recht behaupten, dass das überleben nicht weniger Arten sehr stark von der Tätigkeit des Schäfers abhängt, so wie beim Apollofalter oder den...

Beweidung als wichtige Nutzungsform im Naturschutz

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Es war die Beweidung mit Schafen und Ziegen, die als traditionelle Nutzungsform in den vergangenen Jahrhunderten die Landschaft formte und offen hielt. Speziell in der Frankenalb - dem "Jura" - ist sie untrennbar mit den einprägsamen Bild großflächiger Wacholderheiden verbunden. Über die Jahrhunderte hat sich bei uns eine an die Bedingungen auf den Weiden angepasste Tier- und Pflanzenwelt eingestellt, deren Überleben ebenfalls vom...

Einrichtung von Weide-Infrastruktur

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Ziegenkoppel Wallersberg
Erste Erfahrungen mit dem Bau fester Weidezäune sammelte der LPV im Kleinziegenfelder Tal. Die Felsbereiche zwischen der Weihersmühle im Grund und Wallersberg auf der Höhe konnten durch die herkömliche Hutebeweidung mit Schafen und den wenigen mitgeführten Ziegen nicht hinreichend offen gehalten werden. Immer wieder musste per Hand...