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Magerrasen-Heuansaat


Durch die Projekte am Veitsberg und dem Biotopverbund Spitz- und Lerchenberg standen große Ackerflächen bereit, die durch Umwandlung in blütenreiches Extensivgrünland in ihrer Biotopqualität aufgewertet werden sollten. Um diese Entwicklung möglichst rasch voranzubringen, wendete der Landschaftspflegeverband 2006 erstmalig das so genannte Heudrusch-Verfahren des Experten Joe Engelhardt an. Der Botaniker hatte das Verfahren entwickelt und setzt es bei Projekten in ganz Deutschland ein. Dabei wird zunächst auf ausgewählten Spenderbiotopen vorsichtig Heu geerntet und zu Ballen gepresst. Aus diesen wird später das Samenmaterial ausgedroschen und auf die Begrünungsfläche ausgebracht. Dieser Aufwand ist gewollt, denn es sollen nur Pflanzen aus der hiesigen Region auf den Aussaatflächen gedeihen. Anders als bei den herkömmlichen Saatmischungen kann so die regionale Eigenart der heimischen Flora gewahrt werden. Das Spendermaterial wurde auf Magerwiesen bei Sträublingshof, am Staffelberg und im Löwental geerntet. Und das zu verschiedenen Zeitpunkten, um die verschiedenen Blühaspekte zu erfassen. Bei der Aussaat entwickelten die ortsansässigen Landwirte Helmut Hertel und Hans Dusold eigene Methoden, die selbst für Engelhardt neu waren: Statt den Heudrusch arbeitsaufwendig per Hand auszuwerfen, wurde er kurzerhand mit Sand gemischt und über einen Kalkstreuer auf der Fläche verteilt. Ob die Methode tatsächlich den erhofften schnellen Erfolg bringt, musste durch botanische Untersuchungen kontrolliert werden.

Ansprechpartner


Manfred Rauh

Diplom-Biologe; Geschäftsführung LPV, fachlich zuständig für Maßnahmen nach der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie, zusätzlicher Ansprechpartner für alle Fachbereiche

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