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Für den Wendehals



Großeinsatz für das Wendehals-Monitoring: Am Gründonnerstag waren Heinrich Maisel und Gerhard Hübner den ganzen Tag unterwegs, um 35 geeignete Nistkästen als Hilfsmaßnahme für den Wendehals im Staffelbergjura aufzuhängen. Der zu den Spechten gehörende Zugvögel ist nämlich momentan auf dem Herzug und soll dadurch zum Bleiben animiert werden. Da er sich keine Brutstätten selbst zimmern kann, ist er auf vorhandene Baumhöhlen oder eben Nistkästen angewiesen, die er gerne annimmt. Die Art ist bayernweit stark auf dem Rückzug und in der letzten Aktualisierung der "Roten Liste" als "vom Aussterben bedroht" eingestuft worden. Daraus ergibt sich ein dringender Handlungsbedarf zum Erhalt der noch vorhanden Populationen, dem der LPV damit nachkommt. Und der Landkreis Lichtenfels gehört zum nordbayerischen Verbreitungsschwerpunkt, deshalb haben wir auch eine besondere Verantwortung für die Art.
Wie es bei uns um die Art bestellt ist, wollen wir im Rahmen eines GlücksSpirale-Projekts, bei dem 2019 auch eine Bestandserfassung andere Zielarten im ehemaligen BayernNetz Natur-Gebiet erfolgt, herausfinden.
Wir haben durch das BNN-begleitende Wendehals-Monitoring 2004-2007 eine sehr gute Vergleichsbasis, um die Bestandsentwicklung zu vergleichen. Eingebunden in die Erfassung sind viele ehrenamtliche Kartierer, die Ende April mit ihrem ersten Durchgang beginnen.
Der Schwerpunkt der Kastenausbringung lag übrigens in Weidegebieten, wo es kaum Nistgelegenheiten gab: Weißer Lahma, Burgstall bei Dittersbrunn, Deisenstein, Weinhügel, Schaftrieb Hain oder Hühnerleite. Die Weidefläche mit ihrer kurzen Vegetationsstruktur sind ideal für den Wendehals, was die Nahrungssuche seiner Hauptspeise Ameisen angeht. Die Kästen wurden auf Grundstücken aufgehängt, die sich im kommunalen Eigentum befinden (Landkreis, Bad Staffelstein, Ebensfeld) oder vom LPV für die Weideprojekte langfristig angepachtet wurden.