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Entbuschung von Magerrasen


Viele wertvolle Mager- und Trockenrasen sind innerhalb weniger Jahrzehnte verbuscht und gingen als Lebensräume für viele Tiere- und Pflanzenarten verloren, die an solche Bedingungen angepasst sind. Die Hauptursache dafür ist zweifelsohne in der Nutzungsaufgabe zu suchen. Doch auch gezielte Aufforstungsprojekte trugen zu den ganz erheblichen Verlusten dieser wichtigen Lebensraumtypen bei (FFH-Lebensraumtypen).
Der Landschaftspflegeverband hat die wichtige Aufgabe, durch Entbuschung diese Bereiche als Lebensräume für heute teils stark bedrohte Tier- und Pflanzenarten wieder zu gewinnen und Stück für Stück in einem Netz mit vergleichbaren Lebensräumen zu verknüpfen (Biotopverbund). Herausragende Beispiele sind der Morgenbühl, Spitzberg, Lerchenberg, Staffelberg, Kaspauer Leite, Tipptal, Burgruine Niesten, Arnsteiner Leite, Kalkberg, Kulbitzfelsen bei Marktzeuln, Berglein bei Marktgraitz, Kapellenleite bei Uetzing, Veitsberg, Oberküpser Leite ...Doch mit der Entbuschung alleine ist es nicht getan. Erst durch die Sicherstellung einer jährlichen Nutzung kann die Weiterentwicklung hin zu den ursprünglichen Bedingungen einsetzen. Wichtigste Nutzungsformen sind die Beweidung und die Mahd. In den ersten Jahren nach der Freistellung ist noch nicht an eine Futterverwertung des Aufwuchses zu denken. Häufig muss die Motorsense wieder ausschlagende Gehölze beseitigen. Doch schon nach vergleichsweise kurzer Zeit (fünf bis zehn Jahre) sind die Erfolge erkennbar.

Entbuschung von Magerrasen:

• Gehölzaufwuchs durch Motorsäge und -sense zu beseitigen
• Arbeiten übernehmen heimische Landwirte
• gegebenenfalls muss über mehrere Jahre "nachentbuscht" , d.h. Stockausschläge beseitigt werden
• dauerhafte Offenhaltung durch regelmäßige Mahd oder Beweidung
• Magerrasen sind durch das Bayerische Naturschutzgesetz besonders geschützt (Art. 13d).

Ansprechpartner


Manfred Rauh

Diplom-Biologe; Geschäftsführung LPV, fachlich zuständig für Maßnahmen nach der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie, zusätzlicher Ansprechpartner für alle Fachbereiche

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Leonhard Anwander

Diplom-Geograph, stellvertretender Geschäftsführer; Beratung und Betreuung der Weidetierhalter, Projektkoordination von Großprojekten im Natur- und Artenschutz, Koordination der Pflege von Ausgleichs- und Ökokontoflächen

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