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Ein Zwischenfazit über die Landschaftspflege im Sommer 2021



Kleinziegenfelder Tal – Häufig zu beobachten und gelegentlich zu hören, sind die Mähroboter auf vier Beinen im Kleinziegenfelder Tal und der Weismainalb. Geleitet vom Wanderschäfer Felix Steinhagen durchqueren sie die Weideflächen und halten den Aufwuchs von Gräsern und Kräutern in Schach. Das diesjährige wechselhafte und feuchte Wetter hat die Gräser gut wachsen lassen, sodass sich die Tiere ordentlich satt fressen können. Wegen des großen Futterangebotes kann für manchen Beobachter leicht der Eindruck entstehen, dass die Beweidung noch nicht stattgefunden hat. Auf ihrer zweiten Runde im Herbst wird sich die Schafherde sicherlich über schnell gefundenes Futter freuen und für kurze Weiden sorgen. In den vergangenen Wochen sind Lämmer geboren, die mit gut hörbaren Rufen ihre Mütter kontaktieren. Sobald diese groß genug sind, werden sie die Herde in der Landschaftspflege unterstützen. Ob groß, ob klein, so sind die Tiere der Stolz und das Kapital des Wanderschäfers. Von eigenmächtiger Inobhutnahme von sich in einiger Entfernung zur Herde sich aufhaltenden Tieren ist abzusehen.

Das wechselhafte Wetter hat auch die Flugzeiten des für die Weismainalb charakteristischen Apollofalters beeinflusst. Unüblich spontan und über kurze Zeiträume hinweg, war der Falter in den warmen, felsigen Hängen auf seinen Patrouillenflügen zu beobachten. Als „durchschnittlich befriedigend“ ist der Bestand zu bewerten. Damit weiterhin die Felsen mit Fetthenne, der Futterpflanze des Apollofalters, bewachsen werden können, beweiden Schafe und Ziegen die Hänge. Mit Hilfe detaillierter Absprachen zwischen Schäfer und Landschaftspflegern, welche auch die Neophyten entfernen, bleibt ausreichend ungestörter Raum für die Entwicklung der Apollofalter-Population im Kleinziegenfelder Tal.

Ähnlich viel gegenseitige Rücksicht ist gefragt, sobald sich Besucherinnen und Besucher zu Fuß oder per Rad auf den beliebten Wanderwegen mit der Schafherde begegnen. Vorausschauendes Fahren und aufmerksames Wandern tragen dazu bei, dass der Naturgenuss für alle möglich ist. Gut möglich, dass um die nächste Kurve die Schafherde anzutreffen ist. Sollten die Tiere den Weg versperren sind Geduld und etwas Zeit gefragt sowie der Hund anzuleinen, bis sie den Wanderweg auf ihrem Durchzug wieder freigeben. Immerhin kümmern sich die Vierbeiner darum, dass auch künftig das Naturell des Kleinziegenfelder Tals zu bestaunen ist.